Bis heute ist es uns Menschen nicht gelungen, Perlen industriell so herzustellen, dass sie von echten nicht mehr unterschieden werden können. Durch das Anfassen kann eine Kopie sehr schnell erkannt werden.
Eine der berühmtesten Manufakturen in der Herstellung künstlicher Perlen ist die Firma „Majorica“ auf der Insel Mallorca. Das Prinzip ist relativ einfach:
Eine kleine Kugel aus Muschelschale wird in mehreren Arbeitsgängen in verflüssigtes Perlmutt getaucht und in ausgeklügelten Beschichtungstechniken zu einer Perle geformt.
Optisch sieht die „Majorica-Perle“ täuschend echt aus, doch das Anfassen der Perle vermittelt eher das Gefühl einer plastifizierten Perle. Qualitativ ist „Majorica“-Schmuck sehr hochwertig und Colliers sowie andere Schmückstücke sind zu erschwinglichen Preisen erhältlich.
Aus optischer Sicht ist dieses Collier von einer exklusiven Akoya-Perlenkette nicht zu unterscheiden.
Nur durch Anfassen und auf das "auf die Perlen Beissen", kann der Unterschied erkannt werden: Echte Perlen knirschen zwischen den Zähnen.
Wie kann eine falsche Perle von einer Echten unterschieden werden?
Um Imitationsperlen von Zuchtperlen zu unterscheiden, können verschiedene Methoden angewandt werden:
Fachleute messen die Fluoressenz unter ultraviolettem Licht, oder die Analyse des spezifischen Gewichts. Eine weitere Möglichkeit ist die Oberflächenprüfung unter einem Elektrodenmikroskop.
Eine einfache Methode ist das auf die Perle „Beissen“. Vorsichtig kann man sie zwischen den Zähnen reiben. Fühlt sich die Oberfläche eher sandig an und entsteht ein hörbares Knirschen, ist die Perle echt.